Mit über 450 Kandidaten für 25 Studienplätze erzielt Online-Medien-Management (OMM) im Sommersemester 2019 HdM-weit den dritten Platz auf der Beliebtheitsskala aller Bewerber. Doch was macht OMM eigentlich so begehrenswert? Wir vom Social Media-Redaktionsteam haben uns mit einer OMM-Dozentin und zwei Professoren ausgetauscht, um Erfolgsgeheimnis und Besonderheiten zu entschlüsseln.

Einzigartigkeit in Vielheit

„Das Fundament der Vielfalt ist die Einzigartigkeit“, das Credo des österreichischen Autors Ernst Ferstl können Studierende in OMM hautnah erleben. Im Gespräch konnten wir mehrere Faktoren aufdecken, die neben den einzigartig transdisziplinären fachlichen Inhalten den vielfältigen Charakter des Studiengangs ausmachen.

Internationale Netze: Jedes Jahr belegen zehn bis fünfzehn Gaststudierende aus dem Ausland das englisch-sprachige Minor-Programm des Studiengangs und tragen so zu kultureller Diversität „on campus“ bei. Umgekehrt nehmen wir Studierende bereits ab dem zweiten Semester englischsprachige Lehrveranstaltungen wahr und jährlich absolvieren fünfzehn bis zwanzig Kommilitonen selbst ein Auslandssemester an einer der weltweiten HdM-Partnerhochschulen.

Sprungbretter in die Industrie: Sowohl im Wahl- als auch im Pflichtbereich werden jedes Semester Projekte mit Praxispartnern umgesetzt. So im Pflichtfach Consulting, in dem ein Unternehmen eine Aufgabenstellung vorgibt und Studierende ihr interdisziplinäres Wissen direkt anwenden, um die Lösung zu entwickeln. Unter anderem diese Veranstaltung spiegelt eine weitere Stärke von OMM: Flexibilität. Durch den kontinuierlichen Austausch mit dem Unternehmensbeirat und anhand der Rückmeldungen aus dem Netzwerk unserer Alumni wird das Lehrangebot immer wieder auf aktuelle Anforderungen des Arbeitsmarktes angepasst.

Plattformen für Millenials und GenZ:  Das sind wir Studierende, die OMM durch unsere proaktive Mitwirkung und unser Feedback gestalten dürfen, um anschließend als idealtypische Mediengeneralisten in der Industrie unser Alumni-Netzwerk für Online-Medien-Manager ausbauen und nutzen können.

Vernetzung von Anfang an

Auftakt mit einem Highlight: Bereits bevor der reguläre Vorlesungsbetrieb startet, veranstaltet der Studiengang für alle Erstsemester den team-bildenden Kick-off. Im Rahmen des dreitägigen Events werden allen neuen OMMlern sowohl die Säulen und Inhalte des Studiengangs nahegebracht als auch die Dozenten vorgestellt, inklusive eines spannenden Unterhaltungsprogramms. Begleitet wird die Veranstaltung von Mentoren aus den höheren Semestern, die die Erstsemester auch auf ihrem weiteren Weg zum Mediengeneralisten begleiten. Zu jedem Kick-off gibt es ein Motto, das die Kreativität der Studierenden herausfordert.

Prof. Dr.-Ing. Krešimir Vidačković erinnert sich zum Beispiel an einen Abend im Zeichen Harry Potters: „Hier wurde während des Abendessens ein „Schnatz“ unbemerkt an einen Ersti geheftet. Sobald dieser es bemerkte, musste er versuchen, ihn unauffällig an jemand anderen zu heften, natürlich unter Zeitdruck. Wer nach Ablauf der Zeit den „Schnatz“ hatte, musste in der nächsten Runde einen riesigen, unhandlichen Gegenstand umhertragen. Das Spiel verwandelte das Abendessen in ein abenteuerliches und lustiges Event, weil alle ständig auf der Hut waren“.

Im Laufe des Studiums organisieren Mentoren auch regelmäßig den OMM-Stammtisch, bei dem sich alle Studierende mit dem Studiengangteam entspannt austauschen können. Diese Stammtische dienen OMMlern dazu, Dozenten und Dozentinnen in einer lockeren und ungezwungenen Atmosphäre zu begegnen und sie näher kennenzulernen. Das kann hilfreich sein, um bei Projekten und Lehrveranstaltungen offen und ohne Scheu Fragen zu stellen.

Stete Weiterentwicklung

Unsere Prüfungsordnung wird immer wieder verändert, in Modulen und Prüfungsleistungen. Und generell ist der Studiengang stets im Wandel, denn: “Das Tolle ist: Wir sind eine Hochschule. Wir können ändern. Wenn etwas geändert werden müsste, dann würden wir es gemeinsam besprechen und ändern. Dazu sind die Gremien der Hochschule da, in denen auch Studierende Mitglieder sind. Es gibt immer kleinere und größere Verbesserungen. Die machen wir einfach. Die Hochschule sind wir alle”, erklärt Prof. Dr.-Ing. Thorsten Riemke-Gurzki.

Das bedeutet im Klartext: Änderungen halten OMM am Puls der Zeit und integrieren Innovationen in Technologie und Medienindustrie in den Lehrbetrieb.

Neben dem Studiengangteam haben wir Studierende viele Möglichkeiten, OMM mitzugestalten. So auch durch die Evaluation ihrer Veranstaltungen und Dozenten, Feedback im Rahmen der Vollversammlung oder Mitwirkung in der Studienkommission. Nicht selten kommt es vor, dass das Curriculum geändert wird, weil Anregungen der Studierenden hier auf ein offenes Ohr treffen.

OMM-Typus

Stellen wir uns Jura-, Sport- oder Medizinstudierende vor, erscheint in unseren Köpfen ein typisches Bild. Und was lässt uns OMM-Studierende auf den ersten Blick erkennen?

“Das Gute ist: DEN OMM-Studierenden gibt es nicht. Wir haben eine wahnsinnige Bandbreite von Charakteren mit verschiedenen Begabungen und Vorlieben. Das ist toll. Hier findet jeder seine Lieblingsecke”, meint Prof. Dr.-Ing. Riemke-Gurzki. Die meisten Studieninteressierten kommen zu uns, weil sie eine Leidenschaft für Medien haben. Manche haben Praxiserfahrung, andere steigen direkt nach dem Abitur ein und wieder andere kommen auf ganz anderen Wegen zur HdM. Aber alle haben sie eins gemeinsam: Sie sind “auf dem Weg vom medienaffinen Küken zum praxiserprobten Digital-Experten“, so Tamara Ebner, Akademische Mitarbeiterin und Dozentin im Studiengang. Und Prof. Dr.-Ing: Krešimir Vidačković ergänzt, „Menschen, die Interesse an einer praxisnahen Ausbildung zum Medien-Allrounder haben, sind bei OMM genau richtig“.

/Nareh Khoorshidian, Benjamin Kampka, Hoang Minh Vo

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