Mark Twain sagte einst: „Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ Das ist leichter gesagt als getan, merken besonders Online-Medien-Management-Studierende aus dem dritten Semester beim Schreiben der Studienarbeit. Bereits im Grundstudium lernen diese, wie methodisch korrekt gearbeitet wird und üben das Verfassen von wissenschaftlichen Texten. Das können die OMM-Studierende im dritten Semester dann zu ihrem Vorteil nutzen. Was hinter der großen Studienarbeit steckt und mit welchen Themen und Projekten sich OMM-Studierende aus dem dritten Semester noch beschäftigen, verrät ein genauer Blick hinter die Kulissen.

Nach den ersten zwei Semestern ist das Grundstudium beendet. In Modulen wie Online-Marketing, Design und Usability, dem Web-/Medienprojekt und Schlüsselkompetenzen erwerben OMM-Studierende Kenntnisse verschiedener Fachbereiche und können damit in die Projekte einsteigen. Das im Grundstudium erlangte Wissen kann jetzt umgesetzt werden. Die klassischen Klausuren werden abgelöst von interessanten Projekten, wie dem Web-/Medienprojekt. In vergangenen Semestern haben OMM-Studierende unter anderem selbstständig Dropboxen, das sind sogenannte Filehosting-Plattformen mit unterschiedlichen Funktionen wie dem Hochladen und Teilen von Dateien oder Kommentarfunktionen, programmiert. „Ich war mit der Aufgabe zunächst ziemlich überfordert. PHP, HTML und CSS sind zwar keine Fremdwörter mehr, aber ich persönlich habe mir programmiertechnisch nicht so viel zugetraut.”, sagt Julia aus dem vierten Semester. “Wenn aber der erste Plan steht und in der Gruppe, in der man arbeitet, konkrete Aufgaben verteilt werden, sieht man das ganze Projekt aus einem anderen Blickwinkel. Mich hat besonders gefreut, mit der Dropbox ein “greifbares” Ergebnis zu haben und die eigenen Fortschritte dadurch bewusster wahrnehmen zu können”.

Programmieren … und noch viel mehr
Die Studierenden konnten bei diesem Projekt aber nicht nur ihre Programmierkenntnisse oder Wissen über sichere Web-Anwendungen oder Response Web-Design anwenden, sondern auch Aspekte von Fächern wie Usability, Mobile Medien und Content Management einbringen. Professor Dr.-Ing. Riemke-Gurzki vermittelt in seiner Lehrveranstaltung Usability Vorgehensweisen im Webdesign und im Web-Usability-Engineering. So sind die Studierenden nach diesem Semester in der Lage, Usability-Evaluierungen von Webseiten durchzuführen. „Ziel der Fächer Web-Anwendungen und Usability ist es, die Aufgaben und Probleme von Web-Entwicklern und Informatikern zu verstehen und mit diesen in Projekten zusammenarbeiten zu können. Besonders gut gefällt mir, dass so gut wie keine Studierenden an der Aufgabe scheitern und sie am Ende stolz sind auf das kleine Produkt, das sie selbst entwickelt haben.“, so Professor Riemke-Gurzki.

Die vielfältigen Inhalte und Verknüpfungen verschiedener Lehrveranstaltungen des Online-Medien-Management-Studiums spiegeln sich auch im Modul Online-Marketing wieder. Professorin Dr. Spitzer verbindet in ihrer Lehrveranstaltung Marketing mit der Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Medienbranche.
“Ich versuche vor allen Dingen, den Studierenden einen Überblick zu verschaffen über die Vielfalt der Themen im digitalen Marketing und dann das Interesse dafür zu wecken, sich in spezifischere Fragestellungen selbst einzuarbeiten. Wichtig ist mir also die Eigenmotivation der Studierenden und die Reflexion von Trends und Themen, gerade weil diese im digitalen Umfeld so häufig wechseln.”

40 Seiten Fachkenntnisse? OMMler sind vorbereitet
Studierende des Studiengangs Online-Medien-Management stehen im dritten Semester außerdem vor der Aufgabe, eine wissenschaftliche Studienarbeit zu verfassen. Die Studierenden lernen dabei sich wissenschaftlich in ein Thema einzuarbeiten, Forschungsfragen zu entwickeln und üben sich im empirischen Teil der Arbeit an wichtigen Tools in der Forschung und Methoden zur Beantwortung der Fragestellung. Die Themen der Studienarbeiten sind sehr vielfältig und bewegen sich in den Bereichen IT, BWL und Medien. Die Studierenden legen auf etwa 40 Seiten Fachkenntnisse zu einem dieser Themen dar, präsentieren Forschungsergebnisse und bestätigen oder revidieren Hypothesen. Dabei gilt stets: Quantität ist nicht gleich Qualität. Die Inhalte haben im dritten Semester einen hohen wissenschaftlichen Anspruch und auch der Umfang ist nicht zu unterschätzen. Viele Studierende merken während des Schreibens aber, dass die größte Hürde oft ist, sich auf das Relevante zu beschränken und die vorgegebene Seitenanzahl nicht zu überschreiten. Wenn Studierenden das verinnerlichen, verstehen sie oft, dass Mark Twain mit seinem Spruch „Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ tatsächlich recht hat.

Prokrastination dank Projektmanagement kein Thema
Um die Studienarbeit erfolgreich zu meistern, hilft es, in einer weiteren Lehrveranstaltung des dritten Semesters die Ohren zu spitzen: Im Projektmanagement setzten sich die Studierenden zum Beispiel damit auseinander, wie ein Projekt gemanagt, Mitarbeiter und Team organisiert, wie Kosten- und Zeitpläne sinnvoll aufstellt werden, und auf welche Weise Risikoaspekte eines Projektes beachtet werden müssen. Die Profis unter den “chronischen Aufschiebern” lernen spätestens dort, dass die Tipps: “Wenn man später mit der Studienarbeit beginnt, ist man älter und mit dem Alter kommt bekanntlich die Weisheit” und “Diamanten entstehen auch erst unter hohem Druck”, in den wenigsten Fällen zu erfolgreichen Abgaben führen.

OMM-Studierende aus dem dritten Semester können das Gelernte in verschiedenen Aufgaben vereinen und es ist wieder einmal spürbar, wie facettenreich die Inhalte des OMM-Studiums sind. Das praxisorientierte Arbeiten bereitet vielen Studierenden besonders Spaß und ist eine gute Vorbereitung auf ihre zukünftigen beruflichen Tätigkeiten. Warum OMM-Studierende alles andere als unvorbereitet für die Arbeitswelt sind, erklärt Mahmud aus dem Redaktionsteam am kommenden Samstag im nächsten Beitrag des OMM.magazins.

/CK, JL

Bildquelle:
Christina Kunz

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